Donnerstag, 18. Mai 2017

Rezension #6 - Phoenix - Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnick

Coverbild vom papierverzierer Verlag
Autor: Ann-Kathrin Karschnick 
Taschenbuch: 400 Seiten 
Verlag: Papierverzierer Verlag; Auflage: 1 (8. Oktober 2014) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3944544501
(Quelle: Amazon)
Wir befinden uns in Hamburg etwa zur heutigen Zeit, doch nichts gleicht unserer Welt, eher sind wir in einem Paralleluniversum. 1913 wurden 1/3 der Europäer durch ein Experiment getötet und Europa verwüstet, und die schemenhaften Saiwalo, die auf einer anderen Ebene existieren, halfen den Menschen mit dem Aufbau der Städte nach der Katastrophe. Doch dafür bildeten sie ab diesem Zeitpunkt die Regierung und erschufen ein Europa mit strengen Gesetzen, die mit Hilfe der Kontinentalarmee durchgesetzt werden.

Die Saiwalo machen außerdem Jagd auf die unsterblichen Wesen, von ihnen "Seelenlose" genannt. Eine davon ist die Phoenix Tavi, die schon fast 2000 Jahre alt ist. Sie hat einen jungen Schützling, Nathan, den sie zum wilden Geisterwächter ausbildet und der ihr so nahe steht wie ein Sohn. Ihre eigenen beiden Söhne sind seit langem verschollen.

Dann passieren immer wieder Morde in Hamburg, was in diesem Europa durch die starken Kontrollen eher ungewöhnlich ist. Leon, ein Mitglied der Kontinentalarmee, ist der Ermittler in diesen Mordfällen. Schon bald wird Tavi klar, dass diese Morde mit ihr zusammenhängen und tut sich mit Leon zusammen, der ihr äußerst skeptisch gegenübersteht. Doch es gilt, eine Mordserie aufzuklären...



Das Cover dieses Buches spricht mich sehr an! Das Bild mit seinen Farben, dem Feuerschriftzug, der Phoenix und der Umgebung passen zu 100 % zu der Geschichte. Da habe ich es bedauert, dieses Bild nur auf dem E-Book-Reader begutachten zu können, weil ich die Geschichte als E-Book gelesen habe.

Die Mischung der Genres ist absolut gelungen. Fantasy zusammen mit Dystopie funktioniert hier wunderbar, dann mischen sich noch die Krimielemente mit ein, ein bisschen Liebe darf auch nicht fehlen - diese Mischung ist wirklich toll. Ganz wunderbar ist es auch, hier über einen Phoenix zu lesen, denn über diese Fantasywesen habe ich bisher noch viel zu wenig gelesen. 

Durch die Mordfälle und dem Zusammenspiel zwischen Tavi und ihrem eigentlichen Feind Leon kommt eine gute Spannung auf.

Tavi als Phoenix ist ein toller Charakter, man bekommt schöne Einblicke in ihr langes Leben und stellt sich ganz automatisch auf ihre Seite. Die anderen Charaktere bleiben dagegen leider ziemlich blass, womit wir bei einem Schwachpunkt des Buches sind. Von Leon erfährt der Leser noch ein wenig mehr, aber über die anderen Charaktere erfährt man praktisch nichts. Und das, obwohl es nur sehr wenige Nebencharaktere gibt, zum einen Nathan, den Schützling von Tavi und Katharina, eine junge Hexe. Über die beiden hätte ich gerne mehr erfahren, aber dem war leider nicht so.

Leider haben sich in die Geschichte auch der ein oder andere Schreib- und Satzzeichenfehler eingeschlichen, was den Lesefluss an manchen Stellen doch ein bisschen gestört hat. Das Ende war dann so, dass bei mir ein leicht bitterer Nachgeschmack verursacht wurde, was sehr schade ist.

Die Idee der Geschichte ist toll, die gelungene Mischung der Genres hat viel Spaß gemacht zu Lesen. Wegen der dargelegten Schwächen des Buches muss ich aber doch Abzüge machen.

3 Leser gibt es von mir für "Phoenix - Tochter der Asche"

Ich danke dem papierverzierer-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

                                 Liebe Grüße          


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