Montag, 8. Mai 2017

Rezension #5 - Ein italienischer Sommer von Francesca Barra

Autor: Francesca Barra 
Seitenanzahl Taschenbuch: 254
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. April 2017) 
ISBN-13: 978-3734104329 
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Originaltitel: Verrà Il Vento e Ti Parlerà Di Me
(Quelle: Amazon.de) 
Die junge Caterina möchte der Enge ihres Heimatdorfes Matera und den dort üblichen Traditionen entkommen und geht zum Studium nach Rom. Dort lernt sie Pietro kennen und schon nach kurzer Zeit wird Caterina klar, dass sie mehr für Pietro empfindet als Freundschaft. Doch er ist anders als sie aufgewachsen und lebt deshalb moderner. Caterina stellt die Beziehung deshalb immer wieder in Frage. Plötzlich stirbt ihre Großmutter Teresa und sie eilt nach Matera zurück, ohne Pietro Bescheid zu sagen. Mit im Gepäck ist das Rezeptebuch ihrer Großmutter, denn das verband die beiden Frauen aus unterschiedlichen Generationen schon immer: Die Liebe für das Kochen. Wieder in der Heimat muss Caterina eine folgenschwere Entscheidung treffen.



Als ich das Cover und den Titel gesehen hatte, habe ich ein ganz anderes Buch erwartet. Eine leichte Sommerlektüre, eine Liebesgeschichte für Zwischendurch. Aber "Ein italienischer Sommer" ist so viel mehr! In diesem Buch steckt eine Familiengeschichte, in der Traditionen und der Familienzusammenhalt noch groß geschrieben werden. Am Ende habe ich es mit einem ganz warmen Gefühl um mein Herz beiseite gelegt. 

Der Originaltitel "Verrà Il Vento e Ti Parlerà Di Me" heißt übersetzt: "Der Wind wird kommen und mit dir über mich reden", und das ist etwas, was im Buch beschrieben wird. 

Die Kapitel werden abwechselnd von Teresa, der Großmutter, und Caterina erzählt. So erhält man Einblick in das Leben von beiden, Teresa erzählt in einigen Kapiteln auch aus ihren ganz jungen Jahren. So baut sich nach und nach eine schöne Familiensaga auf. Am Ende jedes 2. Kapitels gibt es dann eines der Rezepte von ihr zu lesen, und einige davon klingen so gut, dass ich vorhabe, mal etwas davon nachzukochen. Natürlich in vollem Bewusstsein, nicht mal annähernd so gut wie diese zwei italienischen Frauen kochen zu können. Schön ist auch, dass manchmal eines der vorgestellten Rezepte dann im nachfolgenden Kapitel vorkommt.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet worden, man lernt sie nach und nach besser kennen und schließt vor allem die beiden Protagonistinnen ins Herz. 

Zu Beginn des Buches starten wir in Sassi di Matera, den Höhlenhäusern, was ich sehr besonders fand. Ich habe mich gefreut, darüber in einem Buch zu lesen.

Hier noch ein Buchzitat, welches auf Seite 226 steht:

"Was ist so abschreckend an der Vertrautheit, am Alltäglichen? Warum sind Menschen von Gewohnheiten so schnell gelangweilt, anstatt sich von ihnen beschützt zu fühlen?" 

Diese Familiengeschichte hat mich wirklich berührt. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung dafür. Einen halben Punkt Abzug gibt es nur deshalb, weil ich durch die Perspektiven- und Zeitenwechsel kurz gebraucht hatte, in die Geschichte einzufinden.

Für "Ein italienischer Sommer" gibt es von mir 4 1/2 Leser.

Ich danke der Verlagsgruppe Randomhouse und dem Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
  
                      Eure
 

Kommentare:

  1. Huhu Tessa,

    das klingt wirklich super! Besonders, dass in dem Buch der Familienzusammenhalt so groß geschrieben wird, hat mich gerade aufhören lassen. Das Buch scheint ein totales Wohlfühlbuch zu sein mit schönen kleinen Weisheiten und auch das Extra mit den Rezepten ist einfach eine knuffige Idee. Vielen Dank für die tolle Rezension! Mich hast du gerade sehr neugierig gemacht. =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni

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    1. Hallo Leni,

      das freut mich!

      Es ist wirklich eine schöne Geschichte, ganz anders, als ich sie erwartet hatte. Sie ist ruhiger und wie du auch schreibst, einfach zum Wohlfühlen. :)

      Vielen Dank für deine lieben Worte!

      Liebe Grüße
      Tessa

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  2. Hallo Tessa,
    ich liebe Eis! Wenn ich schon das Cover sehe, bekomme ich Lust in dieses Buch abzutauchen. Zwar hat mich der Klappentext jetzt nicht so angesprochen, deine Rezension dafür umso mehr. Die Idee mit den Rezepten gefällt mir so sehr. Dass die Rezepte Bezug auf die Kapitel nehmen noch mehr.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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